Call-ID-Spoofing mit Behördennummern: Immigrantin sollte 45.000 Euro zahlen oder würde abgeschoben

Symbolbild: Call-ID-Spoofing | Unsplash
Symbolbild: Call-ID-Spoofing

Aschaffenburg. Durch sogenanntes Call-ID-Spoofing, bei dem durch technische Manipulation beim Angerufenen eine beliebige Anrufnummer angezeigt wird, können Telefonbetrüger authentischer auftreten. Eine südasiatische Frau sollte den Anrufern 45.000 Euro bezahlen, andernfalls würde sie abgeschoben.

Dreistigkeit der Telefonbetrügern kennt keine Grenzen

Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen sich Trickbetrüger telefonisch als Beamte oder Angehörige ausgeben. Die Betrugsmaschen sind vielfältig, jedoch ist ihnen stets eine Sache gemein: Durch Vortäuschen von Dringlichkeit und Vertrauensverhältnissen sprechen die Trickbetrüger ihre Opfer emotional an; Der Grundstein für eine erfolgreiche Manipulation ist gelegt. So bittet der „Enkel“ die liebe Großmutter um dringende finanzielle Hilfe oder ein „Polizeibeamter“ fordert dazu auf, das Girokonto leerzuräumen und das Geld aus Sicherheitsgründen zu Hause aufzubewahren.

Durch Call-ID-Spoofing wirken Anrufer authentischer

Durch technische Manipulation ist es möglich, jede beliebige Nummer auf den Endgeräten der anvisierten Opfer anzeigen zu lassen. Kriminelle können dadurch authentischer auftreten: Eine persönlich bekannte Telefonnummer kann die Skepsis der angerufenen Opfer schmälern oder gar ganz beseitigen.

„Ausländerbehörde“ droht mit Abschiebung

Am Donnerstag rief das „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Nürnberg“ bei einer Dame mit südasiatischen Wurzeln an, die im Aschaffenburger Raum wohnt. Wechselnde Gesprächspartner behaupteten in englischer Sprache, sie hätte zahlreiche Verstöße begangen, welche nun zu ihrer Abschiebung führen würden. Die Abschiebung hätte nur durch die Zahlung einer Summe von 45.000 Euro verhindert werden können. Die Dame reagierte richtig, legte auf und kontaktierte die Polizei.

Die Polizei wird nicht müde, vor dieser besonders dreisten Form des Trickbetruges zu warnen, und rät, besonders ältere Angehörige in Hinsicht dieser Betrugsmasche zu sensibilisieren.

Quelle: Pressestelle Polizei Bayern

Audiobericht des Pressesprechers Michael Zimmer:

 

Foto: Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Unsplash

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