Der Enkeltrick: Betrüger in Unterfranken erfolgreich

Symbolbild: Trickdiebstahl Senioren | Geralt
Symbolbild: Trickdiebstahl Senioren | Geralt

Schweinfurt, Würzburg, Aschaffenburg. Zunächst vermeldete die Polizei Bayern am Mittwoch, dass zuletzt am Dienstag mehrere Trickbetrüger mit dem „Enkeltrick“ gescheitert wären: In den in Unterfranken bekannt gewordenen Fällen konnte kein Geld erbeutet werden. Einen Tag später musste dieser Bericht korrigiert werden: In Schweinfurt ist doch ein Senior durch den „Enkeltrick“ um 15.000 Euro erleichtert worden.

Dienstag: Acht Betrugsversuche in Schweinfurt und Würzburg

Am Dienstag wurden der Polizei gleich acht Fälle gemeldet, in denen Trickbetrüger bei Senioren telefonisch Verwandschaftsverhältnisse vorspielten und in dieser Rolle für Immobilien- und Fahrzeugkäufe hohe Geldsummen forderten. In Würzburg kam es im Zeitraum von 11 bis 16 Uhr zu mindestens sieben solcher Fälle, gegen 10:30 Uhr kam es in Schweinfurt zu mindestens einem solchen Fall.

Zum Glück fielen keine der angerufenen Senioren auf die Betrugsversuche herein.

Dienstag: Enkeltrick in Schweinfurt doch erfolgreich: 15.000 Euro Schaden

Nachträglich wurde der Polizei ein weiterer Fall bekannt: Die Betrüger haben am Dienstag doch bei einem Rentner Erfolg gehabt: Sie brachten den Schweinfurter um 15.000 Euro, die der „Enkel“ angeblich für einen Fahrzeugkauf benötigte. Der Senior schöpfte keinen Verdacht und machte sich gemäß der telefonischen Absprache auf den Weg zur Bank um das Geld abzuheben. Kurz nach dem Anruf um 10 Uhr kam es gegen 13:20 Uhr vor dem Haus des Rentners in der Ratiborstraße zur Geldübergabe.

Der Senior beschreibt den Abholer des Geldes, der ein vom falschen Enkel geschickter Abholer gewesen sein soll, wie folgt:

  • Männlich
  • 30 bis 35 Jahre alt, ca. 180 cm groß
  • Schlanke Figur
  • Kurze Haare

Wer die Geldübergabe beobachtet hat oder eventuell nähere Hinweise zu der beschriebenen Person geben kann, wird dringend gebeten, sich mit der Kripo Schweinfurt unter Tel. 09721/202-1731 in Verbindung zu setzen.

Mittwoch: Enkeltrickbetrüger scheiterten in Aschaffenburg

Der Polizei wurden desweiteren mehrere Fälle gemeldet, bei denen am Mittwoch bei Senioren aus Aschaffenburg, Hausen, Haibach und Kleinwallstadt telefonische Geldforderungen eingingen. In allen bekannt gewordenen Fällen behaupteten die Anrufer in der Rolle von Angehörigen, Freunden oder Verwandten Summen von bis zu 19.000 Euro für angebliche Immobilien- und Fahrzeugkäufe zu benötigen.

Alle Senioren bemerkten den Schwindel und übergaben kein Geld.

Seien Sie wachsam und sensibilisieren Sie Ihre Angehörigen

Bereits im April berichteten die Polizei und wir über die Trickbetrüger, die in Unterfranken hartnäckig mit dieser Masche aktiv sind. Die Polizei glaubt, dass die Täter weiterhin ihr „Glück“ probieren werden. In allen Fällen, in denen die Täter erfolglos waren, waren die Senioren sensibilisiert und misstrauisch. In einem Fall telefonierte eine angebliche Nichte mit der echten Verwandten, wodurch der Schwindel auffiel.

Den Straftätern darf weiterhin keine Chance gegeben werden; Durch Gespräche und Aufklärung sollen sich SeniorInnen und Angehörige mit dem Phänomen vertraut machen. Sensibilisieren Sie ihre Angehörigen und sprechen Sie mit ihnen über solche Fälle.

Empfohlene Maßnamen der Polizei

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät zu folgenden Maßnahmen:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.
  • Fragen Sie den Anrufer nach persönlichen oder familiären Einzelheiten, die er wissen sollte.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

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